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Der Paperboy Effekt

Donnerstag, 14. Mai 2009

Was ist eigentlich Social Media? Eine gute Frage und mit Sicherheit nicht im Rahmen eines Elevator Pitches oder so zu beantworten. Schließlich ist das alles soooo umfangreich und täglich gibt es ein paar Neuerungen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es vielleicht ein Duzend Kommunikationskanäle gab. Da hatten und haben wir den gedruckten Bereich mit Zeitungen und Zeitschriften. Dann den versendeten Bereich mit Radio sowie Fernsehen und schließlich noch ein paar Nebenkriegsschauplätze wie Promotionsveranstaltungen (Messen oder Events) und die Nettigkeiten, die im Briefkasten landen.

Heute haben sich die Kommunikationswege in einem explosiven Masse vermehrt und nun stehen all die Menschen staunend davor, was es da alles so gibt. Folglich wird etwas benötigt, um die Hausaufgaben zu erledigen.

Ich möchte es als “Paperboy-Effekt” bezeichnen. Damit meine ich Inhouse Lösungen oder die Hinzuziehungen eines externen Dienstleister. Ein Beispiel soll zur Verdeutlichung dienen.

Ein Unternehmen möchte ein Produkt unter die Leute bringen. In der Vergangenheit wurde nun eine PR-Agentur eingeschalten und die Damen und Herren fingen an ihre Kontakte bei Zeitungen und Zeitschriften anzurufen oder mittlerweile auch per E-Mail zu kontaktieren. Dann wurde der Ansprechpartner und Content-Verwalter (damals waren das noch Journalisten ;) ) noch ein zweites oder drittes Mal im persönlichen Gespräch auf die Vorteile des Produktes hingewiesen und mit ein bisschen Glück und Spucke erschien dann der Artikel in einer Zeitung, Zeitschrift, als Radiobeitrag oder wurde sogar im Fernsehen gezeigt. Im besten Fall entwickelte sich ein Buzz und das Produkt war Tagesgespräch. Bis zum nächsten Tagesgespräch.

Heute sind natürlich Zeitungen etc. immer noch wichtig und zu den Hausaufgaben wird auch weiterhin das “Platzieren” von Unternehmensgedöns in Print- und Fernsehmedien zählen.

Aber mittlerweile gibt es noch mehr. Blogs, Social Networks, Microblogging, Social Bookmarks und und und.

Aus diesem Grund braucht es einen Paperboy, der wie ein Zeitungsausträger die Botschaft rumbringt.

Jemand, der sich darum kümmert, dass die erstellte Pressemitteilung nicht nur bei den Presseportalen liegen bleibt und darauf wartet abgeholt zu werden, sondern jemand, der diese Meldung nimmt und – im besten Fall – glaubhaft innerhalb von Social Media Systemen unterbringt. Ein Dienstleister, der sich, wie der Paperboy, morgens auf sein Fahrrad schwingt, den Batzen Zeitungen in seine Tasche packt und losfährt, um damit die Haushalte bzw. die Zielgruppe zu versorgen.

Das einzige, was diesen Paperboy 2.0 allerdings vom Paperboy 1.0 unterscheidet ist, dass diese Dienstleistung sehr umfangreich ist und gerade die Kenntnisse von Social Media Systemen – nicht nur ein paar Straßen einer Reihenhaussiedlung umfasst, um beim Beispiel zu bleiben – führt dazu, dass die Wertigkeit dieser Arbeit als lebensnotwendig für moderne Kommunikation betrachtet werden muss.

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Social News Portale in der Diskussion

Sonntag, 15. Februar 2009

Social News sind eigentlich eine nützliche Sache. Es ist sowas wie die virtuelle Illustrierte, die von der Community zusammengestellt wird. Hier gibt es politische Meldungen, Entertainment, den neuesten Nerd-Stuff oder ein paar nette Videos.

Anscheinend findet der Autor des Media Artikels das nicht so ganz gut und einige Kommentatoren sowieso nicht. Ihnen sind neben den sinkenden Page-Impressions etc. vor allem die Einstellung von Zoomer.de Gründe diesem Genre gleich den Stempel “Krise” zu verpassen. Man wird im Moment den Eindruck nicht los, dass einfach alles sofort in der Krise ist, wenn es bei Drei nicht auf dem Baum aufsteigenden Ast ist. Das ist wahrscheinlich der Zeitgeist, der uns da etwas aufzwingen will. Ich finde, dass das Wort oder die Bezeichnung Krise einen Tick zuviel benutzt wird. Durch diesen inflationären Gebrauch sind die wirklichen Krisen dann viel zu oft versteckt unter den vermeidlichen Krisen.

Ich persönlich mag die Social News Portale wie Yigg.de, Webnews, Short-News usf. Es macht irgendwie Laune zu versuchen der Erste zu sein, der eine Nachricht entdeckt und dann kann man zusehen, wie sie im Idealfall auf die Startseite kommt. Die angebotene Kommentarfunktion lässt zusätzlich Spielraum für eine Interaktion. Und außerdem gibt es nicht die Kommentarzensur in dem Ausmaß wie sie bei manchen Online Angeboten von Zeitungen stattfinden. (Kommentare nur zu Öffnungszeiten. Tststs.)

Ich habe mal bei der Süddeutschen das Glück gehabt ein Screenshot zu sichern, bevor der Kommentar verschwunden ist. Hier ist er zu finden. Ich habe bei diesem Kommentar eher an die Titanic Redaktion gedacht, als an irgendeine kommentierende Flitzpiepe mit brauner Hose.

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